Der weibliche Zyklus

Das Zusammenspiel der weiblichen Hormone während des Zyklus. #schlafstörungen #hormone #frauengesundheit #wechseljahre #perimenopause #natürlichgesund“ ragsbeschreibung

Angelika Feldmeier Heilpraktikerin

3/31/20262 min read

„Der weibliche Zyklus ist kein Zufallsprozess, sondern ein fein abgestimmtes Zusammenspiel verschiedener Hormone. Besonders wichtig sind dabei Östrogen, Progesteron, LH und FSH. Zusätzlich beeinflussen auch Cortisol als Stresshormon und Melatonin als Schlafhormon die hormonelle Balance.“

„Die Steuerung beginnt im Gehirn. Von dort werden Signale an die Hirnanhangsdrüse weitergegeben. Diese schüttet FSH und LH aus. Beide Hormone wirken auf die Eierstöcke. Dort fördern sie die Reifung der Follikel und beeinflussen die Bildung von Östrogen und Progesteron.“

„Zu Beginn des Zyklus, also nach der Menstruation, sind Östrogen und Progesteron zunächst niedrig. Dadurch steigt FSH an und regt mehrere Follikel in den Eierstöcken zur Reifung an. Einer davon setzt sich meist durch. Während er heranreift, steigt auch der Östrogenspiegel. Östrogen unterstützt den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und bereitet den Körper auf den Eisprung vor.“

„Wenn der Östrogenspiegel vor dem Eisprung stark ansteigt, verändert sich die Rückmeldung an das Gehirn. Dadurch kommt es zum sogenannten LH-Peak, also zu einem starken Anstieg von LH. Dieser löst den Eisprung aus. FSH steigt in dieser Phase ebenfalls etwas mit an, LH ist jedoch der entscheidende Auslöser.“

„Nach dem Eisprung entsteht aus dem zurückbleibenden Follikel der Gelbkörper. Dieser produziert nun vor allem Progesteron und in geringerem Maße auch Östrogen. Progesteron stabilisiert die Gebärmutterschleimhaut und bereitet sie auf eine mögliche Einnistung vor. In dieser Phase ist Progesteron das Leithormon.“

„Kommt es nicht zu einer Schwangerschaft, bildet sich der Gelbkörper zurück. Dadurch sinken Progesteron und Östrogen wieder ab. Dieser Hormonabfall führt dazu, dass die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird – die Menstruation beginnt und ein neuer Zyklus startet.“

„Neben den klassischen Zyklushormonen spielen auch andere Hormone eine Rolle. Cortisol ist unser wichtiges Stresshormon. Anhaltender Stress kann die hormonelle Regulation belasten und den Zyklus aus dem Gleichgewicht bringen. Melatonin wiederum ist eng mit unserem Schlaf-Wach-Rhythmus verbunden. Ein gestörter Schlaf kann ebenfalls die hormonelle Balance beeinträchtigen. Deshalb sind nicht nur die Eierstöcke wichtig, sondern auch Nervensystem, Alltag, Schlaf und Regeneration.“

„Der weibliche Zyklus lebt vom Zusammenspiel vieler Hormone. Gerät dieses Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht, kann sich das auf Zyklus, Wohlbefinden und Fruchtbarkeit auswirken. Deshalb lohnt sich immer ein ganzheitlicher Blick.“